Rehabilitation / Reha-Training
Der Begriff "Rehabilitaion" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Wiederherstellung". Aus dem Humanbereich sind "Rehas" allgemein bekannt, im Pferdebereich allerdings noch eher selten anzutreffen. Das Reha-Training befasst sich mit dem Wiederaufbau des Pferdekörpers z.B. nach einer Erkrankung, Verletzung, Operation oder auch begleitend während des Genesungsprozesses. Für das Bewegungs- und Fluchttier Pferd ist es extrem wichtig wieder in Bewegung zu kommen. Dabei ist das primäre Ziel Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit wieder herzustellen. Die tierärztliche und therapeutische Behandlung sowie eine ggf. notwendige, korrekte Hufbearbeitung sind für den Erfolg der Rehabilitation genauso bedeutend, wie haltungs- und fütterungstechnische Einflüsse. Das Pferd sollte hierbei immer als Ganzes betrachtet werden und das Training dementsprechend ausgerichtet sein.
Ich bin ausgebildete Reha-Trainerin nach Katrin Obst und unterstütze Pferde und Pferdebesitzer dabei, bestmöglich und effektiv durch die häufig sehr herausfordernde Zeit der Rehabilitation zu kommen. Mir ist es wichtig, mit den behandelnden Tierärzten, Therapeuten sowie Hufbearbeitern zusammenzuarbeiten, um für das jeweilige Pferd ein individuelles Training zu entwickeln und den Besitzer aktiv und bestmöglich mit einzubeziehen. Es ist zudem wichtig, dem Pferd ausreichend Zeit für den Wiederaufbau zu geben und gegebenenfalls auch aus alten Mustern auszubrechen und das bisherige Training, die Haltung und/oder die Fütterung zu überdenken.
Ein individuelles und gezielt auf das jeweilige Pferd abgestimmte Reha-Training kann und sollte bereits während der - manchmal notwendigen - Phase der Boxenruhe beginnen, da hier die meisten Kompensationen und potentiellen Sekundär-Restriktionen entstehen, die sich dauerhaft nachteilig auf den Pferdekörper auswirken können.
Elemente des Reha-Trainings
- Propriozeptives Training
- Isometrisches Training
- Intervall-Training
- Physiotherapeutische Übungen
- Gymnastizierung im Stand und in der Bewegung
- Arbeit mit Körperbandagen
- Massagen und Akupressur
- Blutegeltherapie
- Lymphtherapie
- Kälte- und Wärmeanwendungen
- Narbenbehandlung
- Faszientherapie
- etc.
Bei welchen Indikationen kann ein Reha-Training sinnvoll sein?
- Erkrankungen (z.B. Kissing Spines, Shivering-Syndrom, Atemwegserkrankungen, etc.)
- Verletzungen (z.B. Sehnen-/Bänderverletzungen, stumpfe Traumata, Knochenfissuren, etc.)
- Nach Operationen
- Schonhaltungen (z.B. durch Blockaden, Verspannungen, Fehlstellungen, etc.)
- Muskelatrophien (z.B. bei einer Trageschwäche)
- Überbeanspruchung oder unerwünschter Muskulatur (z.B. bei ausgeprägter Unterhalsmuskulatur)
- Alte Pferde (auch wenn sie nicht mehr geritten werden: "Wer rastet, der rostet!")
Disclaimer
Als manuelle Pferdetherapeutin und Reha-Trainerin stelle ich keine Diagnosen, diese dürfen und können nur
Tierärzte stellen. Die manuelle Therapie gilt als begleitende Therapie und ersetzt in keinem Fall den
Besuch beim Tierarzt. Als manuelle Therapeutin wende ich in erster Linie nicht schulmedizinisch und damit nicht wissenschaftlich untersuchte Maßnahmen an und gebe daher keine Erfolgsgarantie.